Web Design - die Entwicklung zu neuen Medien- gut oder schlecht?

Während ein Grafikdesigner früher eher einem Künstler glich, da er alles, was er entwarf mit Papier und Bleistift tat, ist diese Form des Designens heute fast schon vom Aussterben bedroht. Der Computer mit zahlreichen Grafikprogrammen wie Photoshop, Illustrator etc  übernimmt beinahe alles und der Gestaltungsfreiheit sind damit so gut wie keine Grenzen mehr gesetzt. Muß auf Kundenwunsch doch mal etwas gezeichnet werden zb für eine Speisekarte oder ähnliches, so kann diese Zeichnung ja immer noch eingescannt werden, Hauptsache, alles ist hinterher in der fertigen pdf-datei enthalten und kann ab zur Druckerei geschickt werden, natürlcih per email/online.

An Designhochschulen werden die werdenden Grafikdesigner mit allen gängigen Programmen vertraut gemacht und lernen auch, wie man Dateien richtig anlegt und so designt, daß die Entwürfe auch technisch umsetzbar oder druckfertig sind. Zwar werden immer noch Mappen verlangt, die auch Zeichnungen beinhalten, aber im Vordergrund stehen doch die neuen Medien. Das ist einerseits gut, weil so mehr Leute, auch die die nicht mit überragendem Zeichentalent gesegnet sind, aber sich zum Designer berufen fühlen ebenfalls eine Chance bekommen, in diesem Genre mitzumischen, andererseits geht dadurch aber der Ursprung des Grafikdesigns  ein wenig verloren.

Heutzutage kann sich jeder alles selbst beibringen. Dazu muß man nur online gehen und sich ein passendes Tutorial aus dem Internet suchen...und los geht’s. Jeder kann seinen eigenen Blog ins Internet stellen, eigene Webseiten basteln Visitenkarten für Freunde designen usw und so fort....Was dabei teilweise herauskommt, kann man jeden Tag im www bewundern, oder auch den Kopf darüber schütteln,ganz wie man will. Nicht jeder hat eben das Talent zum Designer, auch wenn immer alles so einfach klingt. Ein paar Elemente und Farben zusammenschmeißen und fertig ist der Lack.

Einige Menschen nehmen das Wort schmeißen dabei viel zu wörtlich. Besonders beim Web design ist das sehr auffällig. Buttons hier und da und „Blinke, blinke“  überall. Was früher vielleicht im stillen Kämmerlein mit Papier und Bleistift entstand  und auch dort blieb, das wird heute ins Netz gestellt, damit es auch jeder sieht. Ob Familie Becker beim Badeurlaub, peinliche Videos vom letzten Gartenfest oder die Webseite der Metzgerei im Dorf , der Narrenfreiheit sind keine Grenzen gesetzt.

Natürlich kann man aber auch den klassichen Stil mit modernen Komponenten verbinden, wie es z.B. die BBKK gut umgesetzt hat.

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